Dr. med. Sigrid Hülsbergen-Krüger

Fachärztin für Plastische Chirurgie und Chirurgie/Handchirurgie

PRAXISKLINIK FÜR ÄSTHETISCH-PLASTISCHE UND HANDCHIRURGIE IN HAMBURG
Ästhetische Chirurgie: Schwerpunkt Faltenbehandlung

Botulinumtoxin

Botulinumtoxin ist ein Nervengift, das zur Faltenbehandlung in extrem niedriger Dosierung angewendet wird, ähnlich wie man das auch bei homoöpathischen Mitteln macht. Es schwächt die Muskulatur, örtlich begrenzt, ca. 1 cm im Umkreis des Einstichpunktes. Die Wirkung tritt nach ca. 1 Woche ein und ist vorübergehend. Botulinumtoxin wirkt also nur dort, wo es gespritzt wird und nach ca. 6-8 Monaten ist das Mittel komplett abgebaut. Das ist Vorteil und Nachteil zugleich. Zum Einen hat das Mittel keine bleibenden Auswirkungen auf den Körper und falls einem irgendeine Wirkung nicht gefallen hat, wird diese vollständig wieder verschwinden. Zum Anderen muss man , wenn die gewünschte Wirkung beibehalten werden soll , regelmässig zum nachspritzen kommen. Dies muss keineswegs sofort nach schwinden der Wirkung sein, sondern erst , wenn die Falten erneut erscheinen. So kommen viele Patienten einmal im Jahr um die Wirkung des Botulinumtoxin auffrischen zu lassen.

Die Zahl der erforderlichen Einstichpunkte richtet sich nach der Stärke und Ausdehnung der zu schwächenden Muskulatur. Der Arzt, der die Behandlung vornimmt, sollte sich daher mit der Gesichtsmuskulatur besonders gut auskennen. Gut geeignet ist die Behandlung mit Botulinumtoxin besonders für die Stirn, also Quer- und Zornesfalten und für die Krähenfüsse oder Lachfältchen. Gelegentlich wird Botulinumtoxin auch im unteren Gesichtsbereich angewendet. Dort ergeben sich jedoch einige Probleme,da die Sprachbildung oder das Trinken vorübergehend beeinträchtigt sein kann. Hier ist die Behandlung mit Hyaluron in aller Regel überlegen.

Die möglichen Nebenwirkungen der Botulinumtoxinbehandlung sind überwiegend diejenigen, die mit jeder Art von Einstichen verbunden sind: blaue Flecken, kurzfristige Schwellungen ,jucken oder Rötungen, selten auch Entzündung an der Einstichstelle. Bei zu naher Lage eines Einstichs an der Augenbraue oder , eher noch, wenn der Wirkstoff unabsichtlich durch reiben an der Einstichstelle kurze Zeit nach der Behandlung Richtung Augenbraue oder Oberlid verteilt wurde, kann es zum absinken der Braue oder des Oberlides kommen. Dies kann durch einen zusätzlichen Punkt neben und etwas unterhalb der Augenbraue oder spezielle , verschreibungspflichtige Augentropfen meistens rasch behoben werden.

Bei der Behandlung mit Botulinumtoxin gibt es auch positive Nebenwirkungen. So werden in vielen Fällen Spannungskopfschmerzen deutlich gebessert. Ausserdem verhindert Botulinutoxin übermässiges schwitzen und bringt nervöse Tics und ähnliche Muskelzuckungen zum verschwinden. Manche Menschen haben zudem eine ungewöhnliche oder unvorteilhafte Mimik. Sie ziehen ständig die Augenbrauen in die Höhe , die Mundwinkel herab oder krausen das Kinn. Dies lässt sich mit Botulinumtoxin verhindern. Auch diese Wirkungen bleiben nur solange bestehen, wie das Botulinumtoxin wirkt. Eine regelmässige Auffrischung der Behandlung beugt der Entstehung und Vertiefung von Falten sehr wirksam vor.

Eine Kombination mit Hyaluron verlängert und intensiviert die Wirkung erheblich. Ein maskenhafter Gesichtsausdruck, von vielen Patienten gefürchtet , entsteht nur, wenn der Wirkstoff überdosiert wird.

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